AXIOLOGIE DER KOMPOSITA VON KÖRPERTEILBEZEICHNUNGEN IM TEXT



Aina Būdvytytė

Die Grundidee dieser Arbeit geht von der Behauptung aus, dass hinter den axiologisch markierten sprachlichen Bildern die Denkweise, die kulturellen und gesellschaftlichen Normen, Vorurteile und Wertvorstellungen einer Sprachgemeinschaft versteckt sind. Unter der Berücksichtigung der Werttheorie steht dieser Beitrag einerseits in der Tradition der klassischen lexikographischen Analyse der bewertungstragenden Wörter. Andererseits stützt man sich auf die Theorie der Kognitiven Linguistik, die das Bewertungsphänomen aufgrund der Relation zwischen der Sprache und dem konzeptuellen System erläutert.

Zum Analyseobjekt wird das Konzept KÖRPER herausgegriffen, das sprachlich durch Komposita mit Kernwort Körperteilbezeichnung repräsentiert wird. Die Bestandteile der Komposita treten nicht als selbstständige Lexeme, sondern als Teil der zusammengefalteten konzeptuellen Struktur mit heterogenen Elementen. Die axiologische Bedeutung der Komposita mit dem Kernwort Körperteilbezeichnung ergibt sich aus der metaphorischen Interaktion von zwei und mehreren Konzepten und unterscheidet sich je nach der Situation und nach den individuellen Erfahrungen der Sprachgemeinschaften.

AINA BŪDVYTYTĖ
Šiaulių universitetas
Romanų ir germanų filologijos katedra
P. Višinskio g. 25, LT–76351 Šiauliai
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